GELD, ZINS ALS TODESURSACHE
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Todes-Ursache: Zins
Exemplarisch soll am
Beispiel Zins dargestellt werden, wie die
Gewöhnung dafür sorgt, daß gefährliche,
zerstörerische Ideen zur Selbstverständlichkeit werden,
obwohl mit wenig Nachdenken herauszufinden ist, wie mörderisch das
Akzeptierte doch ist, auch wenn es sich dabei lediglich um eine Idee
handelt, um Geist, um Wahn.
Einfache Gemüter
plappern gern: Das Geld ist an allem schuld, Geld
regiert die Welt usw. Aber Geld ist eben nur Mittel zum Zweck, für
viele ist das Geld, bzw. seine Möglichkeiten, auch das Ziel, aber
durch diese ausnutzbare Motivation werden diese nur steuerbar für
jene, denen es nicht um das Geld selbst geht, weil sie alle
geldmäßigen Möglichkeiten im Überfluß haben.
Aber Geld selbst ist
gut und genial. Man gab es der Menschheit zu ihrem
Nutzen, nicht zu ihrem Schaden. Das Problem ist allein die
Geldanhäufung, die es zum übergroßen Machtfaktor macht.
Geld ist deshalb gut, weil es den Menschen unendlich viel Mühe in
der arbeitsteiligen Gesellschaft abnimmt. Stellen Sie sich nur vor, ein
Schäfer geht mit einem Schaf auf den Markt um dort Seife,
Kartoffeln, Holz, Gewürze, Stoff und einige Kleinigkeiten zu
besorgen.
Ohne die Einigung auf
die Idee Geld wäre das eine gewaltige, unter
Umständen unlösbare Aufgabe. Eine Frau, die Socken herstellt,
wäre womöglich länger mit der Suche nach Tauschpartnern
beschäftigt, als sie es mit der Herstellung der Socken gewesen
ist, die sie nun gegen andere Güter oder Dienstleistungen
eintauschen möchte. Also reden Sie nicht dumm daher: "Das Geld ist
an allem schuld", denn es ist an gar nichts schuld – es hat keinen
Willen.
Geld ist eine
allgemeine Einigung darauf, daß es gültig ist.
Nach dieser Einigung wird es zum Blut der Wirtschaft, was ein nicht
hundertprozentig richtiges Gleichnis ist, aber in einigen wesentlichen
Punkten ist dieser Vergleich doch treffend. Geld speichert sozusagen
ein beliebiges Tauschpotential in sich. Sie geben etwas her und
erhalten nichts Konkretes, sondern einen Ersatz, der Ihnen die
Möglichkeit gibt, später etwas Konkretes dafür zu
erhalten. Dann entladen Sie das Potential und jemand anders hat es nun.
Im Grunde ist das Geld
auch ein Spiegel des Waren- und
Leistungsaustausches. Es sollte natürlich so sein, daß das
Geld nur genau diese Funktion erfüllt und ganz und gar passiv den
eigentlichen Wirtschaftsverkehr in Speicherung und Entladung abbildet,
ihn aber niemals selbst irgendwie beeinflußt. Unter diesen
Umständen wäre Geld eine sehr menschenfreundliche geistige
Erfindung.
Das Geld soll vor
allem fließen und es heißt ganz richtig:
Taler, Taler, du mußt wandern. Die Wirtschaft sollte die Musik
machen und das Geld sollte danach tanzen, so wäre alles in
Ordnung, es gäbe Blüte ohne Ende und Wohlstand für alle
und keinen Wachstumszwang.
Die
zerstörerische Idee ist allein der Zins. Schon das Ansinnen
Geld gegen mehr Geld tauschen zu wollen ist etwas absurd, aber um
diesen betrügerischen Aspekt will ich mich gar nicht kümmern,
denn es geht mir um die zwingende und unabwendbare Katastrophe, die
sich regelmäßig daraus ergeben muß.
Eigentlich sollte, wie
gesagt, das Geld frei fließen, sozusagen
der Wirtschaft willig folgen. Der Zins bringt nun eine erhebliche
Störung in das System, denn der Zins erst macht die Geldhortung
attraktiv, die durch ihn erst in grenzenlos übermäßigem
Umfang bewirkt wird.
Geldberge wären
viel weniger attraktiv, wenn man nicht noch mehr
Geld damit verdienen könnte. Ein Großgeldbesitzer würde
sich nämlich irgendwann fragen, was er mit dem ganzen Geld soll,
und um sich damit mehr Geld zu erwirtschaften, müßte er
damit etwas machen, z.B. eine Fabrik einrichten, d.h. er würde
sein Geld wieder hergeben und das ist ja der Sinn des Geldes.
So lähmt der Zins
also zunächst den natürlichen
Unternehmerdrang, während er eine völlig unproduktive
Geldwirtschaft fördert. Durch den Zins wird die Geldhortung leider
sinnvoll und deshalb auch durchgeführt.
Theoretisch würde
durch die zunehmende Hortung nun Geld im
Wirtschaftskreislauf fehlen, das heißt, die Waren würden
teurer werden, was sehr schlecht für den Geldhorter wäre, es
brächte ihm Verlust wenn man wieder in Waren umrechnet. Oder man
müßte ständig neues Geld einführen, um das durch
Hortung fehlende "Blut" wieder zu ersetzen. Dann wird das Geld aber
immer mehr.
Doch beides ist ja
nicht richtig betrachtet, denn in Wirklichkeit
behält der Geldhorter sein Geld nicht tatsächlich, vielmehr
will er ja Zinsen und behält sein Geld nur auf dem Papier, als
Forderung. Über diesen 'Trick' gibt also auch der Geldhorter sein
Geld wieder weg - an einen Schuldner.
So muß also, und
das ist furchtbar wichtig für das
Problemverständnis, jedem gehorteten Euro auch ein geschuldeter
Euro gegenüberstehen - doppelte Buchführung. Ein gehorteter
Euro, der nicht von irgendwem geschuldet wird, kann logischerweise
keine Zinsen bringen, denn dazu muß er in Forderung und Schuld
gespalten werden.
So funktioniert der
Kreislauf also eine Weile ganz hervorragend und
fast so, wie er soll, durch die faktische Geldhergabe des Horters an
den Schuldner, der ja meist nur Schulden macht, um das Geld sofort
auszugeben, als Konsument oder als Investor.
Die Taler wandern also
zunächst ganz prima über diesen
kleinen Umweg. Nun könnte man denken, das sich das ja ewig
fortführen ließe, aber eben das ist nicht möglich. Die
Geldhorter erhalten ständig mehr Geld durch ihre Zinsen. Es ist
hier gleichgültig, ob es sich um zehn, tausend, oder hundert
Millionen Geldhorter handelt, entscheidend ist, daß der
Gesamthortungsbetrag ganz unpersönlich betrachtet immer riesiger
wird.
Auf den ersten Blick
könnte man meinen, daß das nichts
ausmacht, die Geldhaber mögen soviel Geld haben, wie sie wollen,
da kann sich ohne Ende immer mehr sammeln. Wenn man nur die Haberseite
betrachten will, so ganz einseitig, dann ist das schon richtig, aber
die natürliche Grenze liegt nun mal nicht auf der Haberseite,
sondern auf der Schuldnerseite.
Die Schulden
können nicht unbegrenzt anwachsen (und in diesem
Bereich liegt, nebenbei bemerkt, auch der Grund für den ebenfalls
ungesunden Wachstumsdruck), denn irgendwann kann keinen Schuldnern mehr
genügend Geld gegeben werden, ohne daß der Geldhaber
befürchten müßte, daß er sein Geld verlieren
könnte, da der Schuldner rückzahlungsunfähig zu werden
droht. Und hier tritt nun, etwas verzögert, eben doch die
Endkonsequenz des Hortungsproblems ein.
Wenn die
Schuldnerseite allmählich voll ist, wenn da nichts mehr
rein geht, wenn auf dieser Seite eine Sättigung eingetreten ist,
die auch durch Wirtschaftswachstum nicht mehr ausreichend erweitert
werden kann, dann hapert es allmählich mit dem Rückfluß
des Habergeldes in die Wirtschaft über die Schuldner, denen
sozusagen die Luft ausgeht, es gehen langsam die Geldabnehmer aus.
Dadurch entsteht ein Geldüberangebot und eine Niedrigzinsphase
gemäß den Regeln von Angebot und Nachfrage.
Jedoch kann der Zins
nicht unbegrenzt sinken, da er mindestens ein
wenig für den Geldhaber bringen muß und noch ein wenig mehr
als Zinshandelsspanne der Banken oder anderer Zwischenhändler. An
dieser Stelle ist anzumerken, daß durch den Zins ein enormer
Geldhandel entsteht, in dessen Bereich etliche Leute zwar eine Menge
tun, aber absolut Nichts und Nullkommagarnichts erwirtschaften, was
andere daher für sie erledigen müssen.
Aber auch dies ist
nicht das Hauptproblem, die könnte man noch
durchfüttern. Bei Erreichen der Schuldnersättigung ergibt
sich also ein recht niedriger Zins an der tiefstmöglichen Marke,
die nicht mehr unterschritten werden kann. Diese Sättigung kann
als erreicht angesehen werden, wenn viele Staaten bis zum Hals voll mit
Schulden sind, und die Unternehmen eine nur noch dünne
Eigenkapitaldecke besitzen, und selbst die Privaten reichlich Schulden
haben.
Gerade diesen versucht
man dann noch einige Waren auf Kredit
aufzuschwatzen, gar nicht so sehr wegen der Waren, sondern vor allem,
um ihnen Schulden aufzuladen, die die Großgeldhaber doch in
ständig steigendem Umfang brauchen. In dieser Phase finden die
Menschen dann auffällig viele günstige Kreditangebote in den
Zeitungen und im Briefkasten, man versucht ihnen insbesondere
Häuser, Wohnungen und Autos zu geben, wofür sie Schulden
aufnehmen sollen.
Und allmählich
bestimmt nun die Geldseite den Ablauf der
Wirtschaft, nicht umgekehrt. Die Wirtschaft wird zum reagierenden Teil,
während die Geldseite, die ja eigentlich ganz passiv nachtanzen
sollte ohne selbst Bedingungen zu stellen, die Musik spielt, nach der
die Wirtschaft tanzen soll. Aber auch mit noch so vielen Konsumkrediten
ist irgendwann das Ende der Schuldnerfahnenstange erreicht.
Und nun geschieht
etwas sehr Unerfreuliches: Das Geld verschwindet aus
dem Wirtschaftskreislauf. Wenn es keine Schuldner mehr findet, dann
geht es andere Wege. Mangels ausreichender Abnehmer als Kreditoren
strömt das Habergeld in die Spekulation und schlägt dort
mächtige Wellen. Die Aktienkurse explodieren. Noch vor wenigen
Jahren stand der für maßgeblich gehaltene Dow-Jones-Index
der amerikanischen Wall-Street bei 2.000 und nun bei 8.000 Punkten.
Diese
Wertvervierfachung ist aber mehr Schein als sein, sie ist reine
Spekulation, die sich daraus ergibt, daß die Geldhaber ihr
überschüssiges Geld, welches keine Kreditnehmer mehr findet,
sich immer hin und her zuwerfen und dadurch steigende Kurse
auslösen, wobei immer mehr Geld dorthin strömt. Sie
müssen ja irgendwohin mit dem Überschußgeld, und so
wird der Aktienmarkt in der Endphase für eine Weile zu einem
Speicher.
Das geschieht dann
auch woanders, z.B. auf den Kunstmärkten.
Betrachtet man die Wirtschaft als lebenden Körper und das Geld als
dessen Blut, so fließt das Geld aus dem Körper heraus in
eine Kiste, auf der Spekulation steht. Und da liegt das Blut dann so
herum. Das dadurch im Kreislauf verminderte Geld sorgt für
niedrige Inflationsraten, zunächst.
Das weitere Geschehen
ist abhängig vom Verhalten derer, die dieses
tödliche Zinssystem genauso gut verstehen, wie ich und nun auch
Sie, denn es ist einfach zu verstehen. Am Ende einer Zinsphase
muß ein hohes Geldhaberkartell, das die ungünstigen Folgen
genau kennt, zu seinem Vorteil eingreifen, um sicher in die
nächste Phase zu gelangen, während dieses Kartell den
notwendigerweise entstehenden Schaden auf andere abwälzt.
Der genaue Ablauf der
Endphase hängt daher davon ab, wann dieses
Kartell die in der endgültigen Sackgasse angekommene Zinsphase
abbläst. Es ist klar, daß auch dem Geldauffangen in der
Spekulation Grenzen gesetzt sind. Man kann die Aktienkurse in gewisse,
auch bereits vollkommen unrealistische Höhen schrauben, jedoch
nicht ohne Ende.
Wenn z.B. eine Aktie
100 € realen Sachwert verkörpert und
gegenwärtig pro Jahr 20 € realen Ertrag bringt, dann kann man
diese Aktie wohl von 300 € auf vielleicht 1.300 € hochschrauben, was
bereits übertrieben wäre, aber es ist unmöglich, sie
auch noch mit 3.000 € oder 8.000 € zu bewerten. Irgendwann ist auch an
den Börsen und anderen Spekulationsschauplätzen Schluß.
Das ist Gesetz.
In gewisser Weise wird
das überschüssige Geld, das ein Ziel
sucht, nun zur Bestie, zur ernstlichen Gefahr des Wirtschaftssystems.
Die Gefahr geht weniger von einem bösen Willen der Geldhaber aus,
als von den logischen Gesetzen des Zinssystems, denen alle folgen.
Sie können sich
mal eben einen unpersönlichen Geldhaufen
vorstellen, groß, wachsend, der nun zum unkontrollierbaren Orkan
werden würde, wenn die Wissenden noch nicht eingreifen. Tun sie es
nicht, so wird das Geld irgendwann, wenn die noch harmloseren
Spekulationsmärkte ebenfalls dicht sind, auf gefährliche
Spekulationsmärkte strömen, insbesondere auf den
Rohstoffmarkt.
Wenn dies geschieht,
gibt es eine schreckliche Katastrophe, denn
sämtliche Rohstoffpreise explodieren nun ebenso, wie vorher z.B.
der Aktienmarkt. Alles wird nun rasant teurer, ob Öl, Gas, Kaffee,
Gummi, Metalle, ganz egal. Das abnehmerlose Geld reißt die
Rohstoffpreise ohne wirtschaftlichen Grund in die Höhe, und nun
gibt es eine große Teuerung, eine Extreminflation, die
großes Elend verursacht, Millionen Menschen müssen verarmen
und sterben.
Die Privaten, die
zuvor Grund und Häuser auf Schulden erwarben,
werden gezwungen sein, die Güter wieder herzugeben. Diese
Superkatastrophe könnte das höchste Kartell jedoch
verhindern, indem es bereits vorher tut, was es eh irgendwann tun
muß. Ob also nun vor oder nach Eintritt einer Rohstoffspekulation
(vermutlich danach, denn es lassen sich Vorteile daraus erzielen),
eines Tages werden die Wissenden das bereits zerstörte System
liquidieren. Die Spekulation baute Preise auf, die Luftschlösser
sind und diese müssen eh irgendwann einstürzen. Es profitiert
der, der den Zeitpunkt des Zusammenbruchs dadurch kennt, daß er
ihn selbst bestimmt.
Daß der
'Schwarze Freitag', der große Börsencrash der
Wall-Street im Jahre 1929, der die Weltwirtschaftskrise auslöste
(die man auch für Hitler benötigte), nicht 'einfach so'
entstand, sondern planmäßig herbeigeführt wurde, war
längst klar, bevor es offiziell bekannt wurde. Andere,
ähnliche 'Schwarze Freitage' fanden bereits 1869, 1873 und 1927
statt.
In letzter Zeit wird
gern der Oktober verwendet, doch erlebten wir
während der letzten Jahrzehnte nur kleinere Manöver. Die, die
das meiste Geld konzentriert als Kartell einsetzen können,
bestimmen nicht nur den Moment, sondern auch den Umfang einer
Korrektur, von der sie allein stets profitieren, während andere,
selbst ziemlich wohlhabende Nichteingeweihte, zahlen müssen.
Ganz am Ende einer
Phase findet jedoch nicht nur eine Korrektur statt,
sondern eine totale Zerstörung, aus der heraus dann ein ganz neuer
Zyklus geboren werden kann. Während alle Geldhaber, auch auf
Schuldenfinanzierung, mit Begeisterung spekulieren und 'leichtes Geld'
in großen Mengen verdienen, bringt das Kartell allmählich
größere Geldmengen in Anlagen, die den Zykluswechsel gut
überstehen werden, weil sie einen sicheren Dauerwert haben.
Es erwirbt
insbesondere Grund und Gold und Edelsteine, bzw. tat dies
schon die ganze Zeit, zum Finale hin aber noch verstärkt. Um beim
Aktienmarkt als wesentlichem Ausschnitt zu bleiben: Das Kartell behielt
etliche Aktien, die es nun massiv zum Verkauf stellt. Dadurch entsteht,
für alle anderen ganz überraschend, ein
Aktienüberangebot, das den Kursturz einleitet. Das Kartell hat ein
Interesse daran, diesen so tief und vernichtend wie möglich kommen
zu lassen, es schädigt sich nicht selbst, da es die jeweils
höchstmöglichen Preise erzielt.
Die Nichteingeweihten
'lauern' nun auf einen günstigeren
Neueinstiegspunkt, den das Kartell auch für kurze Zeit
vortäuschen mag, indem es die Verkäufe reduziert, um eben
Wiedereinsteiger anzulocken (und aufs Kreuz zu legen). Aber es
drückt die Kurse weiter und irgendwann erreichen die Kurse einen
kritischen Punkt, an dem nun viele, die ihre Aktienbestände z.B.
zu 50% auf Schulden finanzierten (und rechnerisch durchaus reich
waren), zum Verkaufen gezwungen sind, da ihr im Wert verringerter
Aktienbesitz nun mit dem Schuldenstand identisch wurde.
Sie müssen
verkaufen und das Überangebot verstärkt sich,
die Kurse fallen noch tiefer. Wenn wir uns einen ursprünglichen
Wall-Street Höchst-DJ-Index von 8.000 vorstellen, so mag es sein,
daß der Verfall bis zurück auf 2.000 geht, vielleicht noch
weit darunter. Viele Anleger flohen derweil bereits in Gold, wo es nun
einen rasanten Wertanstieg, wahrscheinlich eine enorme
Wertvervielfachung gibt, wovon insbesondere das Kartell profitiert, das
von Anfang an viel Gold besaß.
Da Gold eigentlich die
'Endzeitanlage' schlechthin ist, wird es den
Massen als nicht attraktiv dargestellt, und es wird auch dafür
sorgt, daß Gold tatsächlich nicht attraktiv ist,
'normalerweise', außer einmal - und dann hat kaum jemand Gold. Um
den Goldpreis nicht zu früh signalisierend steigen zu lassen,
kauft das entscheidende Kartell im Vorfeld das Gold am besten direkt
z.B. von Zentralbanken.
Irgendwann
beschließt das Kartell, einen echten Boden auf dem
Aktienmarkt zu bilden, es hat mehr als genügend Geld und Gold
(letzteres mit nun vielfachem Wert), um den gewünschten Boden auch
durchzusetzen. Es kauft die Aktien, hinter denen noch ein realer Wert
steckt in großen Mengen auf. Nach Ablauf der Aktion hat das
Kartell sein Gesamtvermögen auf einen Schlag gewaltig vermehrt,
wenn man wieder in Sachwerten, auf die es letztlich ankommt, rechnet.
Doch etliche Firmen
und Private wurden wirtschaftlich vollkommen
zerstört. Viele Unternehmen haben eine nur sehr dünne
Eigenkapitaldecke, und da etlichen von ihnen Forderungsverluste
entstanden, ev. auch Aktienkursverluste, gibt es eine riesige
Pleitewelle und Massenarbeitslosigkeit natürlich auch. Die
Pleitewelle durch Forderungsausfälle durchzuckt die Welt wie ein
Blitz nach dem Dominoeffekt, eben noch rechnerisch gesunde Betriebe
werden durch Forderungsausfälle überschuldet und können
selbst ihre Forderungen nicht begleichen usw.
Die ganze Aktion
hätte aber keinen Sinn, wenn nicht auch die
Währungen der Welt zu Fall kämen, was wichtig ist. Letzen
Endes geht es nämlich sehr darum, daß die Schulden
gestrichen werden, die ja das eigentliche Problem waren, was das
Kartell sehr wohl weiß. Die Schulden müssen weg, damit ein
neuer, dann wieder längere Zeit 'normaler' Zyklus kommen kann.
Wir haben schon manche
Bankenpleite erlebt, und ab und zu hört
man, daß das Sicherungssystem zwar eine ruinierte Bank abfangen
kann, vielleicht auch noch zwei, aber einer Katastrophe kann es nicht
standhalten. Die Banken sind in so einer Phase sogar extrem labil, da
sie wenig 'Konkretes' besitzen, das ihnen gebrachte Geld nur
weiterverleihen, oder in Aktien und Anleihen stecken
(überwiegend). So werden gerade die Banken durch Ausfälle
ihrer Forderungen und durch den Wertverfall ihrer Aktien in den
Untergangsstrudel gezogen.
Die Bankenwelt ist so
verflochten, daß der Dominoeffekt dort ganz
besonders gut durchschlägt, und wenn das Sicherungsnetz der Banken
nicht hält, dann wird das gesamte Bankensystem zusammenbrechen.
Wie labil das Währungssystem ist, dürfte allein aus den
erlebten Kleinkrisen des europäischen Währungssystems bekannt
sein, welches bereits kleinere, spürbare Beben erlebte. Ihr Geld
ist buchstäblich nichts Wert, es hat nur seinen Papierwert als
Sicherheit.
Früher war das
anders. Lange gab es Goldmünzen und zumindest
den reinen Goldwert Ihrer Münzen konnte Ihnen keine Krise jemals
nehmen. Doch dann ging man zum Geld ohne Realwert über,
insbesondere zum Papiergeld. Alles geschah Schritt um Schritt, denn
zunächst galt für das Papiergeld, welches die Notenbank
druckte, der sog. Goldstandard.
Dies bedeutete,
daß der Wert des Papierumlaufgeldes zu xy Prozent
mit Gold gegengesichert war, welches die jeweilige Staatsbank als
Sicherheitsgarantie hielt. Diese war sogar verpflichtet, für einen
Geldschein eine bestimmte Menge Gold herauszugeben, weshalb dies dann
noch halbsicheres Geld war. Halb deshalb, weil die Deckungspflicht
natürlich jederzeit widerrufen werden könnte, was z.B. zum 1.
WK in Deutschland auch geschah. Im Laufe dieses Jahrhunderts wurde nun
aber jegliche Deckungsgarantie bei allen Währungen
vollständig aufgegeben. Und das geschah ja sicher nicht ohne
Grund, es war ausgesprochen unseriös.
Das heutige Geld hat
keinerlei sicheren Wert mehr. Die Notenbanken
halten zwar Währungsreserven in Fremdwährungen und versuchen
mit diesen die Wechselkurse stabil zu halten, manche haben auch etwas
Gold, aber das alles nützt im Ernstfall gar nichts. Im Untergang
der Firmen und Banken werden, wenn er gewaltig genug ist, auch ganze
Staaten und Währungen fallen, was durch die Verflechtung ebenfalls
zum Dominoeffekt führt.
Und dieses Endziel,
den Währungsverfall, muß das Kartell
anstreben. Denn dadurch erst wird die notwendige Schuldenstreichung
möglich, die ja nicht 'einfach so', wie ein Geschenk kommen kann.
Es müssen auch dementsprechende Habenbeträge storniert
werden, und diese sind z.B. die Werte der in Umlauf befindlichen
Staatsanleihen, Bankguthaben und Guthaben bei Lebensversicherungen,
aber auch die vielen Streichungen in der Geschäftswelt selbst.
Den größten
Beitrag zur allgemeinen Schuldenstornierung
leistet aber die Masse der Menschen, ganz besonders der schuldenfreie
Teil davon, der etwas 'auf der Kante' hat, was entwertet werden kann.
Mit diesen durch Währungsverfall stornierten Guthaben ist es dann
möglich, auch die Schulden wegfallen zu lassen. Letztlich kommen
also die, die etwas haben, einmal für die Schulden auf und
außerdem für den Sondergewinn des Kartells.
Zum Teil sind das
Menschen, die einem leid tun können. Zum Teil
sind es aber auch Menschen, die sich dümmlich über ihre
vielleicht 4,8 % Zinsen freuten und über nichts glücklicher
waren, als über ihre Guthaben. Es gibt Menschen, denen es absolut
zuwider ist, ihr Geld auszugeben, und deren größtes
Vergnügen darin besteht, in Zahlen zu sehen, in welchem Umfang sie
es nicht ausgegeben haben.
Da Geld aber nichts
weiter ist, als die potentielle Möglichkeit,
etwas zu tun oder zu kaufen, ist der krankhafte Drang, dieses Potential
ungenutzt zu lassen, eine Dummheit, die den Endverlust oftmals nicht
ungerecht erscheinen lassen wird. Selbst Schuld, oder? Wer sich immer
am Nichtverwenden des Potentials erfreute, der muß sich auch
nicht ärgern, wenn das Potential plötzlich weg ist.
Nach alledem kommen
neue Währungen, vielleicht auch eine Welt-
oder Großwährung(en). Wenige haben einen riesigen
Wertebestand wissend hinübergerettet und können sofort
über einen sehr großen Bestand des Nachkatastrophengeldes
verfügen. Nun sind die Schulden weg, und die neuen (alten)
Großgeldhaber wollen selbstverständlich schnell wieder
einige Zinsen fließen sehen.
Schulden würden
die Entschuldeten aber nur allmählich wieder
neu aufnehmen, während die Großgeldhaber ein
natürliches Interesse daran haben, möglichst schnell eine
umfangreiche Menge an neuen Schulden unterzubringen, sozusagen einen
Sockelbetrag. Dies ist am leichtesten möglich, wenn während
der Übergangsphase, oder kurz davor oder danach, durch Kriege
möglichst viele Dinge kaputt gegangen sind, für die
anschließend ein ganz akuter Wiederherstellungsbedarf und also
auch Kreditbedarf besteht. Ideal sind zerstörte Häuser,
Straßen, Schienen, Maschinen, Schiffe usw., eben alles
mögliche, was man ziemlich unbedingt braucht.
Mit einer
ausreichenden Zerstörung solcher Dinge, läßt
sich gewährleisten, daß dann sofort eine umfangreiche, nun
wieder problemlos mögliche Schuldensockelabnahme erfolgt, weshalb
Kriege durchaus einen zinswirtschaftlichen Sinn haben. Nach Erledigung
all dieser Dinge beginnt dann eine schöne Zeit des Aufbaus,
Aufschwungs und der Vollbeschäftigung. Bis zur nächsten
Schuldnerüberlastung.
Es ist insbesondere
das Grenzproblem auf der Schuldnerseite, das
für die Zwangsläufigkeit sorgt, die ich eben geschildert
habe. Diese Entwicklung muß gesetzmäßig eintreten, sie
ist durch die Idee des Zinses in unser Wirtschaftssystem fest eingebaut
und keine 'einfach so' auftretende Erscheinung.
Das Ganze endet also
mit vollkommener Sicherheit immer wieder
irgendwann in Zerstörung, Tod und Betrug, wobei der Betrug jene
trifft, die stets ganz stolz auf ihre mickrigen Zinsen sind, welche
ihnen, wenn sie mit in eine Umbruchphase gehen, samt Sparbetrag wieder
genommen werden.
Aber das ist noch das
geringste Übel. Das Schlimmste ist das
unnötige Sterben und Elend der Menschen und Kinder, an dem sich
die kleinen Zinsfans nicht ganz schuldlos fühlen dürfen, denn
Zins ist Mord, unabwendbar Mord. Da die Zinsidee aber nun am Ende
Betrug sein muß, ist sie es auch die ganze Zeit über.
Was würde nun
geschehen, wenn jetzt, sofort, weltweit der Zins
abgeschafft würde? Folgendes würde geschehen: Die Geldhaber
würden denken: Hoppla, mein Geld arbeitet ja nicht mehr. Und das
wäre gut so, denn entgegen dem entsprechenden Volksglauben ist
noch nie und nirgends Geld tatsächlich bei der Arbeit gesehen
worden, es arbeiten immer nur Menschen und auch die Maschinen.
Ohne Zins ab morgen
würden sich übermorgen sämtliche
Großgeldhaber überlegen, wie sie denn mit ihrem Geld nun
stattdessen Erträge erzielen können. Und viele würden
beginnen, etwas herzustellen, eine Fabrik bauen, nützliche und
weniger nützliche Dinge produzieren. Andere Großgeldhaber
würden auch einfach mehr konsumieren. Das Geld täte ziemlich
rasch wieder das, was es tun sollte, es würde fließen,
fließen, fließen. Und all die Geldhändler
müßten auch selbst etwas Produktives machen. Es gäbe
wieder Vollbeschäftigung und Blüte ohne Ende.
Um den Flußdrang
noch weiter zu verstärken, dachten sich
besonders pfiffige Leute als Idee das 'Schwundgeld' aus, welches bei
Lagerung allmählich weniger wird. Als Idee nicht übel, doch
fehlt es an der konkreten Vorstellung, wie denn dieses Schwundgeld
beschaffen sein sollte. Es ist auch gar nicht nötig, denn ein
gewisser Schwundeffekt ergibt sich schon so.
Zwar gäbe es
keine Inflation mehr, aber wer viel Geld auf der Bank
lagert, zahlt eine Gebühr dafür, die einen gewissen Schwund
bewirkt. Nicht zufällig kam es zu einer großen
Wirtschaftsblüte, als im Jahre 1142 der Erzbischof Wichmann eine
jährliche Abgabe i.H.v. 20% auf die Münzen (Münzsteuer)
erhob.
In so einer Situation
will natürlich jeder sein Geld schnell
wieder los werden, und stattdessen Waren und Güter haben, was zu
einem gigantischen Boom führt. Durch den allgemeinen Aufschwung
wird die Abgabe ganz leicht verkraftbar. Laut Herbert Runge in
»Bibel, Bebel, Babel«, S.13, berichteten die Chroniken aus
jener Zeit, daß "kaum ein Unterschied zwischen den
Schlössern der Adligen und den Wohnungen der Bauern festzustellen
war." Und so etwas ist kein 'Wunder', sondern ganz einfach logisch.
Es wäre zum
Nutzen aller, auch der Reichen selbst, denen nichts
genommen oder geneidet werden müßte. Reich und Arm
würden sich in allgemeinem Wohlstand angleichen. Es wäre
insbesondere auch der innere Friede der zinslosen
Wohlstandsgesellschaft, der den Reichen mit Sicherheit gefallen
würde, denn sie blieben ja reich, ohne Gefahr laufen zu
müssen, von einer verarmten, um ihr Überleben kämpfenden
Menge eines Tages aus Neid oder Hunger gelyncht zu werden, oder von
kaum vermeidbarer Kriminalität bedroht zu werden.
Das sind alles nur
logische Folgeerscheinungen. Sie bekommen vielleicht
Zinsen, aber Sie bekommen auch eine immer gewaltvollere Umwelt, die
nicht nur Ihren Besitz, sondern auch Ihr Leben bedroht. Lohnt sich das?
Gegenargumente gibt es nicht. Projekte mit hohem Geldbedarf, die die
Möglichkeiten des Einzelnen übersteigen, müßten
durch Geldhaberzusammenschlüsse bewirkt werden, statt durch
Schulden.
Das wäre
problemlos möglich und die Organisation solcher
Zusammenschlüsse wäre eine Ersatzaufgabe für die Banken
(nebst Geldlagerung). Die Idee der Aktiengesellschaft ist das Muster
dafür. In einer finanzpolitisch klugen Idealgesellschaft gäbe
es allerdings keine wild spekulierenden Börsen wie bisher, denn
die Aktienkurse würden von Fachleuten ihrem Realwert entsprechend
von Zeit zu Zeit festgesetzt werden.
Und wenn jemand
unbedingt Geld braucht und keines hat? Kein Problem.
Dann hilft ihm die Gesellschaft (Staat) mit Schenkung oder zinsloser
Leihe. Das ist ja heute auch nicht anders. Der Bedarf wäre aber
gering und die Hilfe wäre für den Staat kein Problem, denn
seine Kassen wären in der zinsfreien Boomgesellschaft stets voll.
Schulden müßten nicht grundsätzlich abgeschafft werden,
teure Dinge mögen auf Raten ohne Zinsen verkauft werden. Ohne Zins
wird kein Mensch und kein Staat mehr durch eine Zinsschuldspirale
zerstört.
Sie sehen, daß
die Lösungen ganz einfach sind. Der Ausstieg
aus dem Menschheitsübel Zins ist bekanntlich ein real-christliches
Anliegen, von dem die Kirchen nichts mehr wissen wollen. Auch die
'Völkischen' vertraten recht vehement dieses Wissen, und das
ergibt einen weiteren Grund für deren Ausschaltung durch Hitler.
Das Thema war so stark
in der Diskussion, daß die Hitler-NSDAP
sogar genötigt war, die Idee in ihr Parteiprogramm aufzunehmen,
was natürlich nur Bauernfang war. Sie machte nie ernst damit,
verstand sich bestens mit den Banken und wurde ja von der
mächtigsten Finanzgruppe der Welt emporgekauft. Diese Gruppe hatte
natürlich kein Interesse an solchen Ideen.
In viel früherer
Zeit, bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts,
machten schon mal die sagenumwobenen und wirklich bemerkenswerten
Tempelritter einen Vorstoß gegen den Zins. Neben allerlei
Finanzerfindungen (Wechsel, Scheck) kamen sie auf die Idee, Kredite
zinslos zu vergeben. Vielleicht auch nicht ganz an jeden, aber mit
überwältigendem Erfolg. Das ist wiederum logisch.
Die Templer gaben das
Geld und sagten: Wenn Du Erfolg hast, dann zahle
es uns zurück und gib dem Tempel bitte eine Spende dazu. Bei
Mißerfolg einer Geschäftsgründung aber durfte der
Kredit als Geschenk des Tempels angesehen werden. Dem Normalbürger
klingt das wie ein anti-egoistisches Märchen aus 1001 Nacht, aber
die Idee ist genial und wirtschaftlich sinnvoll.
Sie müssen
bedenken, daß die Menschen in jener Zeit sehr
religiös und anständig waren, und wenn sie nun mit dem Geld
des Tempels geschäftlichen Erfolg hatten, vom Nichts zum
wohlhabenden Kaufmann wurden, ja was denken Sie, was die Erfolgreichen
dann aus religiöser Ehrfurcht und aus echter Dankbarkeit taten?
Die spendeten ihr ganzes Leben lang und gaben dem Tempel vielfach mehr,
als es bei einem festen Zins der Fall gewesen wäre. So schlimm wie
heute, waren die Menschen ja noch nicht. Und durch solche
Übererträge konnte der Tempel wiederum leicht Verluste
verkraften, weshalb erfolglose Schuldner freie Menschen bleiben konnten.
Nun stellen Sie sich
dieses Verleihsystem in Konkurrenz zum
Zinsleihsystem vor. Was denken Sie, wo die Menschen lieber hingingen?
Natürlich zum Tempel. Den Zinsverleihern drohte der Ruin,
während der Tempel reich, einflußstark, mächtig wurde.
Und da war noch viel mehr. Gegen die Araber im eroberten Spanien gingen
die Templer nicht etwa brutal vor, sondern waren gut zu ihnen.
Das brachte ihnen nur
Vorteile und das Phantastische an den Templern
war, daß sie bewiesen, wie der Vorteil des Anderen sich auch als
eigener Erfolg niederschlägt. Sie wurden ein Staat in den Staaten,
eine Supermacht, und sie waren im Begriff ein echtchristliches Europa
aufzubauen, das diesen schrecklichen Weg nicht gegangen wäre.
Andere Kräfte überredeten Papst Klemens V. dazu, gegen die
Tempelritter wegen Ketzerei vorzugehen.
Er wollte nicht, doch
beugte er sich dem Druck. 1312 wurden sie
verboten und dann vernichtet, massengemordet. Vieles, was heute noch
über die Tempelritter gesagt wird, ist nichts als Hetze der
damaligen Zeit. Doch eine solche Kraft stirbt nicht und lebt noch
immer. Daß sie aber noch in Verbindung mit Gruppen steht, die
sich heute dem Namen nach templerisch nennen, das bezweifle ich. Es ist
mir eine besondere Freude, daß ich lange in Berlin-Tempelhof
wohnte, denn Tempelhof wurde von ihnen gegründet, wie auch
Mariendorf und Marienfelde.
In der heutigen Zeit
ist es interessant, daß nunmehr islamische
Banken immerhin an die Stelle des Zinses die Profitbeteiligung am
Erfolg des Kredites setzen. Hut ab. Die Antwort könnte aber erneut
Krieg und Gewalt sein. Und wenn Sie sehr an Ihren vielleicht 4,5
Prozent hängen (Ihr Anteil an Mord und Sklaverei), dann machen Sie
mal eine grobe Gegenrechnung über die Zinsen die Sie zahlen, das
tun Sie nämlich an allen Ecken und Enden.
Die gesamte deutsche
Staatsverschuldung liegt bei 1,492 Billionen Euro.
Bei durchschnittlich 7 Prozent ergibt das jährliche Zinsen i.H.v.
104 Milliarden €. Bei 80 Millionen Bürgern mit Mann und Maus sind
das 1305 € Zinsen pro Nase. Pro Haushalt oder pro arbeitendem
Bürger natürlich wesentlich mehr. Die Staatszinsen sind
jedoch der allergeringste Zinsbetrag, für den Sie aufkommen.
Fast alle Unternehmen
haben eine sehr geringe Eigenkapitaldecke, also
hohe Fremdkapitalanteile (Schulden), und Grundstücke sind meist
mit hohen Schulden belastet. Die Unternehmen und Vermieter müssen
ihre eigene Schuldzinsverpflichtung über die Preise und Mieten bei
Ihnen eintreiben, weshalb Sie auch dort ständig Zinsen zahlen, die
das Unternehmen oder der Vermieter an Großgeldbesitzer
weiterleitet.
Diese Zinsen stecken
in den Preisen. So sind Sie selbst bei privater
Schuldenfreiheit in hohem Maße Zinszahler, Sie erwirtschaften
jährlich viele Tausend Euro nur für Zwecke der Zinsbedienung,
die Sie über Steuern und Preise bezahlen müssen und es gibt
Preise, die zu 80% aus reinen Zinsen bestehen.
Wenn Sie
zusätzlich privat verschuldet sind, kommt der Ihnen genau
bekannte persönliche Zinspflichtbetrag noch als dritter Bereich
hinzu. Auf der anderen Seite stehen vor allem wenige
Großgeldbesitzer, die ohne jeden Handschlag unermeßliche
Zinseinnahmen haben und gigantisches 'politisches Gewicht', und die
über die Massenmedien Ihr Wissen und Denken mitbestimmen.
Damit Ihnen das Ganze
auch gefällt, bekommen Sie Ihre 4,5 Prozent
wie einen Hundekuchen hingeworfen, über den Sie sich freuen
sollen. Einiges davon nimmt die Inflationsrate, wenn Sie etwas
höhere Zinseinnahmen haben, nimmt die Steuer Ihnen noch mehr. Vor
Einführung der erhöhten Freibeträge in Deutschland nahm
Ihnen die Steuer von 'Ihren' Zinsen wohl ca. ein Drittel und die
Inflation ein weiteres Drittel, manchmal auch mehr, bei hoher Inflation
konnte es sein, daß Ihnen tatsächlich nichts übrig
blieb.
Es dürften wohl
weit über 90 Prozent aller Bundesbürger
beim Zinsgeschäft einen starken Verlust machen, der schlimmste
Verlust ist aber die Instabilität, die Wirtschaftszerstörung,
die mit ganzer Sicherheit gesellschaftliche Bedingungen
herbeiführt, in denen die, die am Ende sind, die
Nochmittelständler sogar töten können, nicht mal wegen
'revolutionärer' Tendenzen, sondern allein durch die sich
ergebende blühende Kriminalität und die Begünstigung
mafiöser Strukturen, was wiederum auch Kosten verursacht, die zum
Strom der Zinsfolgekosten gehören.
Eine Gesellschaft, die
am Ende einer Zinsphase die Homogenität
verliert, kann nur noch eine Weile mit Terror und Gewalt
überleben, bevor sie schließlich ganz zusammenbricht, und
irgendwann werden Sie vielleicht doch sagen, daß Ihnen ein
glückliches und harmonisches Leben lieber gewesen wäre, als
wenige Prozente auf dem Konto. Das gilt letztlich auch für
Reichere, denn Frieden und Glück nützen allen.
Herbert Runge
präsentierte noch eine interessante Rechnung, die
ich nicht überprüft habe, die aber sicher nicht vollkommen
falsch ist. Hätte demnach Maria im Jahre 0 einen Cent zu einer
Bank gebracht, der mit 4% verzinst worden wäre, so wäre das
Konto im Jahre 1969 bei einem Goldpreis von 2400 € pro Kilo auf 300
Goldkugeln vom Volumen unseres Planeten Erde angewachsen. Das geht aber
nicht, mögen Sie sagen. Eben! (Goldpreis für März 2007 ~
12.962 € pro Kilo, aktuelle Werte bei http://sancy.de/calculator.php ).
Die wirtschaftlichen
Probleme und deren soziale Folgeprobleme sind also
so kinderleicht lösbar, wie z.B. das Drogenproblem. Gerade weil
die Lösungen so simpel sind, wird offensichtlich, daß
bewußter böser Wille hinter der bewußt katastrophal
gehaltenen Entwicklung steckt. Damit die Menschen das nicht bemerken,
wurde der Glaube an den 'Lauf der Dinge' geschaffen und die
Gewöhnung an den Wahn, der den Menschen als normal erscheinen soll.
Diese Normalität
ist aber insgesamt tödlich für alle
Teilnehmer an dieser Norm. Und diese Teilnahme ist: Schuld! Die
Verschuldung der Länder, Unternehmen und Privathaushalte hat
globalen Charakter angenommen.
Für 2007 liegt
die Staatsverschuldung in Deutschland bei 1,492
Billionen Euro. Das ergibt bei 80 Millionen Einwohnern eine
Schuldenlast von rund 18 650 Euro je Einwohner. Dieser Schuldenberg
wächst pro Sekunde (!) um weitere 1 056 Euro ( aktuelle Werte in
der Kopfzeile von http://www.steuerzahler.de/ ).
In den USA liegt die
Staatsverschuldung bei 8,815 Billionen US Dollar
für 2007. Das entspricht bei 298 Millionen Einwohnern einer
Schuldenlast von 29 580 US Dollar je Einwohner ( aktuelle Werte bei
brillig.com/debt_clock ).
Die Gesamtverschuldung
in USA (Staat, Betriebe und Privat-Haushalte)
liegt inzwischen bei 30 Billionen US Dollar und steigt dramatisch
weiter. Das entspricht bei 298 Millionen Einwohnern einer unglaublichen
Schuldenlast von 100 671 US Dollar je Einwohner.
Ganze Nationen stehen
unmittelbar vor dem Bankrott, wie die
Finanzkrisen in Rußland, Japan, Argentinien und in der
Türkei gnadenlos zeigen. Aber auch die Unternehmen haben sich, ob
groß oder klein, weltweit unter dem Globalisierungsdruck
über die Maßen verschuldet. Oft übersteigen die
Ausgaben für den Schuldendienst die Ausgaben für Löhne
und Gehälter um ein Vielfaches. Entlassungen und Arbeitslosigkeit
sind die Folge.
Längst werden die
Schulden nicht mehr getilgt, längst werden
die Zinsen nicht mehr gezahlt, sondern durch neues Schuldenmachen
werden Tilgung und Zinsen zur alten Schuld geschlagen. Daß dieses
System auf ein apokalyptisches Ende zusteuert ist unübersehbar.
Die Weltwirtschaft wird in eine Krise von bislang ungekannten
Ausmaßen stürzen. Günter Hannich fordert eine radikale
Abkehr von unserem Zinseszins- und Schuldensystem in seiner jetzigen
Ausprägung und zeigt dem Leser, wie er die kommende Schuldenkrise
am besten überstehen kann.
Eine Zeitbombe tickt,
die jederzeit explodieren kann. Die nächste
große Weltwirtschaftskrise hat bereits begonnen.
Buch: Wer in der
Schuld ist, ist nicht frei Günter Hannich,
14,90 €, Pb., 185 S., zahlr. Abb. (ISBN: 3-930219-41-7)


Nachrichten meines Herzens

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