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Bambus
Essen
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Lebensmittel aus Bambus
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Bambussprossen
In
der
ostasiatischen Küche sind Bambussprossen eine unentbehrliche Zutat
zu
vielen warmen Gerichten. In Indien verzehrt man sie gern sauer
eingelegt.
Bambus
ist ein tropisches Baumgras, welches in über 40 Gattungen und
rund 500 Arten in tropischen und subtropischen Gebieten wächst.
Bambushalme können bis zu 30 Meter hoch werden. Die Pflanzen
blühen nur
sehr selten, und in nicht voraussehbaren Abständen von zehn und
mehr
Jahren. Ursprünglich waren Bambussprossen mehr ein Nebenprodukt,
die
man sowohl von wild wachsendem wie von kultiviertem Bambus erntete.
Als man Bambussprossen als Gemüse immer häufiger
benötigte, begann man
mit dem planmäßigen Anbau geeigneter Sorten, z.B. in China,
Japan,
Malaysia, Korea, Indonesien, den wärmeren Gegenden der USA und in
Guatemala.
Frische Bambussprossen bekommt man hierzulande selten; wenn
überhaupt,
dann nur im Herbst oder Winter. Bambussprossen in Dosen gibt es im
Feinkosthandel, in Asiageschäften und in Kaufhäusern. Die
Sprossen
werden vorwiegend in Stücken eingemacht, gelegentlich aber auch in
Streifen.
Bambussprossen sind kalorienarm: 100 g enthalten: 2,3 g Eiweiß,
0,3 g
Fett, 6 g Kohlen- hydrate = 147 Joule (34 Kalorien). Außerdem
enthalten
sie Vitamin B, Calcium und Eisen.
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Bambussprossen
sind in Südostasien ein populäres Gemüse und freuen sich
auch in
unseren Breiten zunehmender Beliebtheit. Sie werden in ähnlicher
Weise
wie der heimische Spargel aus diversen Bambusarten gestochen.
Bambussprossen dürfen jedoch nur im gekochten Zustand verzehrt
werden.
n
Europa gibt es bisher vermutlich nur einen Ort, an dem Bambussprossen
erfolgreich kultiviert werden. In der Nähe von Genua / Italien, in
der
Ortschaft Vol Fontanabuona am Fusse der Apeninnen ist es gelungen auf
ca. 4 ha Land Bambus für die Sprossenzucht anzubauen. Dort
herrschen
milde Winter und tropische Sommer, die für die Bambuspflanzen
annehmbare Aufzuchtsbedingungen liefern.
Bambussprossen
Thai Salat Yam Nor Mai
Wenn
zu Beginn der Regenzeit in Thailand die Bambussprossen aus dem Boden
schießen, dann dreht sich in der Thai Küche fast alles um
den Bambus.
Unsere Lisu Boys haben uns mit einem Thai Salat Rezept aus den Bergen
Nordthailands überrascht, Yam Nor Mai
Wenn
die Regenzeit in Thailand beginnt, dann hat das vor allem gute,
kulinarische Seiten. Nun beginnen die begehrten Bambussprossen wie wild
zu sprießen und auf den thailändischen Märkten ist man
nun
hauptsächlich damit beschäftigt die Bambussprossen zu
dämpfen. Sie
werden nämlich vorgekocht verkauft. Zu Hause schält man dann
die harte
Aussenschicht ab und der Weiterverwendung steht nichts mehr im Weg.
Unser
Junior
Fotograf Gosantor “Chocolate” Salie stammt aus einer entlegenen,
ländlichen Gegend im Changwat Chiang Rai und er gehört zum
Stamm der
Lisu, einer der größten Hilltribe Gruppen in Nord Thailand.
Hilltribes
sind im Allgemeinen weit naturverbundener als “echte” Thais. Allein die
Armut in den Bergen Nordthailands zwingt die Menschen dazu. Vor allem
die Hilltribes bewahren noch ein Jahrhunderte altes Wissen über
Kräuter
und Naturmedizin und wir haben nicht schlecht gestaunt als unsere Lisu
Boys mit dem Bambussprossen Salat, Yam Nor Mai ankamen. Mit breitem
Grinsen und den Worten Lisu Food (Aharn Lisor) präsentierten sie
Ihre
kulinarische Kreation. Uns kamen die Tränen, allerdings nicht aus
Verzückung, sondern der Bambussprossensalat war mehr als teuflisch
scharf. Die Jungs konnten sich vor Lachen kaum halten: Aharn Lisor,
Aharn Lisor….
Rezept:
Bambussprossen Thai (Lisu) Salat Yam Nor Mai
Zutaten:
3 Bambussprossen
3 rote Thai Zwiebeln, in feinen Ringen
1 Tomate, in Streifen
3 Stengel Koriander, Blätter abgezupft, nach Belieben gehackt
2 Frühlingszwiebel, in feine Röllchen geschnitten
2-3 El Fischsauce
Saft von 2-3 Limetten
12 grüne Thai Chili Prik Kee Noo, fein geschnitten
1/2 Umami MSG Geschmacksverstärker
Zubereitung:
Vorgekochte Bambussprossen mit einer Gabel “auskämmen” (siehe
Bild),

und
mit allen anderen Zutaten vermengen. Kurz durchziehen lassen und
servieren.
Als
Gemüse werden meist die Gattungen Bambusa, Dendrocalamus und
Phyllostachys angebaut. Frischgeerntete Bambussprossen haben ein
hellgelbes, festes Fleisch mit schmalen Luftkammern in der Mitte der
Sprosse. Um die reifen Bambussprossen ernten zu können, werden sie
zuerst freigelegt und dann, wie beim Spargel, aus der Erde gestochen.
Anschliessend schneidet man die noch verbleibenden Wurzelreste rund um
die Schnittfläche ab und zupft die unteren Niederblätter ab.
Die
kurzen, spitz zulaufenden Sprossen werden ca. 30 cm lang, erreichen
einen Durchmesser von etwa 7 cm und wiegen durchschnittlich 150 bis 200
Gramm. Um den essbaren, fast hellgelben Sprossansatz küchenfertig
zu
machen, bedarf es allerdings noch einiges an Geschick und Arbeit.
Zuerst müssen die Niederblätter entfernt werden. Man
schneidet die
Spross-Spitze ab und ritzt die Blätter längs der Sprossachse
auf und
pellt sie ab. Der Sprossansatz wird dann, je nach Rezept in Stücke
geschnitten und bissfest gekocht. Bambussprossen müssen unbedingt
gekocht werden! Die Schösslinge enthalten ein Toxin
(Blausäureglykosid), das durch Kochen neutralisiert werden muss.
Tipp: Mitgekochte
Chilischoten entziehen den Bambussprossen jene
Bitterstoffe, die bei einigen Sorten unangenehm herausschmecken.
Frische
Sprossen, die auf den europäischen Markt gelangen, gehören
vorwiegend
der Gattung Phyllostachys an. Diese enthalten im allgemeinen nur
geringe Mengen dieser Bitterstoffe. Bambussprossen enthalten aber auch
sehr grosse Anteile an Kieselsäure. Deshalb ist sie in ihrer
Heimat
schon seit altershehr als Heilpflanze geschätzt, die bei
Nervosität und
Epilepsie eingesetzt wird.
Die
sonst eher nährstoffarmen Bambussprossen werden je nach Erntezeit
in,
bis zu 30 Zentimeter langen, Frühlingssprossen und in, nur 10 bis
15
Zentimeter langen, Wintersprossen eingeteilt. In ihren
Anbauländern
sind die Wintersprossen wegen ihrer besonders zarten Struktur sehr
begehrt.
Bambussprossen
ergeben gedünstet oder gekocht ein feines, spargelähnliches
Gemüse,
welches hauptsächlich zu Reisgerichten gegessen wird. In Indien
werden
Bambussprossen mit Essig und Öl zu Salaten zubereitet oder als
Essiggemüse mit scharfen Gewürzen eingelegt. Die eingelegten
Bambussprossen werden Achia oder Atchia genannt.
Reste von Bambussprossen halten sich zugedeckt etwa 10 Tage im
Kühlschrank. Man sollte aber täglich das Wasser erneuern.
Zur
Giftigkeit:
Rohe
Bambussprossen enthalten cyanogene Glykoside. Ein Kilogramm
Bambussprossen kann dabei bis zu 8 Gramm Blausäure freisetzen.
Wichtigstes Glykosid in den Bambussprossen ist das zum Dhurrin (vgl. Aquilegia
vulgaris) spiegelbildliche Taxiphyllin. Bambussprossen
dürfen jedoch nur im gekochten Zustand verzehrt werden

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